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Konzept des „kooperativen Lärmmanagements“

 

Ein „kooperatives Lärmmanagement“ benötigt klare Vorschriften und Verfahrensweisen. Diese Verfahren und Vorschriften dürfen keine Entscheidungen des Betreibers nach Abwägung komplexer Aspekte verlangen, die akustische Kompetenz voraussetzen (Gemengelage, seltene Ereignisse). Sie müssen für Betreiber, Überwachungsbehörden und Anwohner gleichermaßen nachvollziehbar und transparent sein. Beim kooperativen Lärmmanagement dürfen keine nachgelagerten Änderungen der Beurteilung erlaubt sein (Rechts- und Verfahrenssicherheit) und sie müssen numerisch eindeutig umsetzbar sein (DIN 45687).

Ein sachgerechtes kooperatives Lärmmanagement sollte also fair, einfach und klar vor Ort ohne Ermessensspielraum und „ausnahmearm“ das Interesse des Betreibers an einem wirtschaftlichen Betrieb mit dem Interesse der Anwohner an einem ruhigen Wohnumfeld ausgleichen. Dieses Verfahren ist besonders dann vorteilhaft, wenn es beispielsweise nicht möglich ist, die bestimmungsgemäße Betriebsart zu ermitteln, die den höchsten Beurteilungspegel erzeugt, weil der Betrieb der Anlage selbst sich letztlich weder täglich noch in einer längeren Periode wiederholt.