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Die „maßgeblichen Immissionsorte“

Das Beurteilungsverfahren muss immissionsortbezogen sein. Es sind also sogenannte „maßgebliche Immissionsorte“ zu bestimmen. Wegen (4) und (5) würde dies bedeuten, dass die Nachbarschaft im Einwirkungsbereich bei allen möglichen Emissionssituationen daraufhin analysiert werden müsste, an welchen Orten – nach Maßgabe unterschiedlicher Richtwerte – die höchste Belastung auftritt. Dieses Konzept ist deshalb nicht auf diese Quellenart anwendbar, weil die Beschränkung auf eine Auswahl von „maßgeblichen Immissionsorten“ nach Maßgabe gutachtlicher Empirie im Ansatz Willkür in den Managementprozess einführt und das steht damit im Widerspruch zu einem kooperativen Lärmmanagement, das für alle Beteiligten nachvollziehbar sein muss.

Aus diesen Gründen ist es erforderlich, bei einem kooperativen Lärmmanagement, insbesondere aber bei Schießlärm, das Konzept der maßgeblichen Immissionsorte aufzugeben und alle Punkte in einem vorzugebenden Raster als zu beurteilende Immissionsorte zu betrachten. Bei Schießplätzen mit Großwaffen kann die Rasterweite 250 m, beim Schießen mit kleinen Waffen (Kaliber < 20 mm) 10 m betragen.