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Der Betriebszyklus

Es liegt nahe, diesen kennzeichnenden Zeitraum an einen typischen Betriebszyklus anzupassen. Für Schießplätze sind allerdings die oben unter (3) und (6) aufgezählten Besonderheiten zu beachten. Hier ist zumindest ein Jahreszyklus abzudecken, damit die Aktivitäten, die nur einmal im Jahr stattfinden, mit erfasst werden. Bei zivilen Schießplätzen sind das natürlich die besonderen Tage der einmal im Jahr stattfindenden Vereinsmeisterschaften, Schützenfeste oder anderer Wettbewerbe.

Voraussetzung für die Durchführung einer Berechnung des 5%-Perzentils ist die Kenntnis über den tatsächlichen täglichen Betrieb in einem Jahreszeitraum. Dies ist bei militärischen Schießplätzen gegeben und bei zivilen Schießplätzen über einen Dokumentation leicht herzustellen. Auch bei anderen Lärmarten ist die Kenntnis des tatsächlichen Betriebs immer wahrscheinlicher. Flug- und Fahrpläne, aber auch die über das Mautsystem verfügbare Verkehrszählung, zumindest des LKW-Anteils, könnten in Zukunft dazu genutzt werden, die Betriebsbeschreibung bei den entsprechenden Lärmarten nicht auf Mittelwerte und Schätzungen beruhen zu lassen.



Abbildung 1: Häufigkeitsverteilung der Tagespegelprognosen in einem Immissionsort über einen gleitenden Jahreszeitraum von 365 Tagen