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Der gleitende Jahreszeitraum


Das Lärmmanagement soll den Betrieb an jedem Tag so beeinflussen, dass schon durch den Betrieb sichergestellt ist, dass er das Lärmkontingent nicht überschreitet. Um täglich abschließend die Kriterien des Lärmmanagements feststellen zu können, ist deshalb das Kalenderjahr als kennzeichnender Betriebszeitraum nicht geeignet. Vielmehr muss als Beurteilungszeitraum die 364 Tage vor dem zu beurteilenden Tag und der Tag selber betrachtet werden. Nur dann sind die oben definierten Prinzipien des kooperativen Lärmmanagement, die Verlässlichkeit für den Betreiber und die tägliche Transparenz für jeden Tag zu erfüllen.

Abbildung 1 zeigt exemplarisch eine tatsächliche Verteilung der Lärmpegel in einem Immissionsort im Einwirkungsbereich eines Schießplatzes. Es ist für militärische Schießplätze, aber auch für zivile Schießstände typisch, dass an vielen Tagen im Jahr nicht geschossen wird. Deshalb liegt der 5%-Perzentilpegel (hier 58,9 dB) deutlich über dem energetischen Mittelwert (hier 50,1 dB). Es wird deutlich, dass das 5%-Kriterium einen Kompromiss zwischen dem Kriterium des lautesten Schießtages und dem Langzeit-Mittelungspegel darstellt.

Weitere Ausführungen zur Anwendung des kooperativen Lärmmanagements für den Schießlärm von Truppenübungsplätzen siehe auch [2].