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Zusammenfassung

Das kooperative Lärmmanagement liefert als Maß für die Lärmbeurteilung lediglich die Anzahl von Überschreitungstagen in den Rasterpunkten der maßgeblichen Immissionsflächen. Durch eine Nachberechnung der Lärmmanagementkriterien für den Stichtag 31.12. und durch Vorgabe derselben Empfindlichkeit im Außenbereich der Anlage lassen sich Lärmkarten (Perzentilkarten) ermitteln, die zumindest für einige Aufgaben kompatibel sind zu Schallimmissionsplänen. Da die Berechnung einer monotonen Konfliktgröße nicht möglich ist, lassen sich keine Konfliktpläne oder ähnliche Pläne entwickeln, die einen Vergleich zwischen der Belastung durch unterschiedliche Lärmarten erlauben.

Der Weg zur Lärmkarte wird mit einer stark vereinfachten Lärmmanagementregelung vorgestellt. Die Regelungen für den Betrieb von Schießplätzen der Bundeswehr sind deutlich komplexer, erlauben aber ebenfalls die Darstellung von hier erläuterten Karten für Überschreitungstage im Einwirkungsbereich des Schießplatzes.

Die Diskussion wurde hier eher ‚anlagenneutral’ vorgestellt, weil das kooperative Lärmmanagement mit dem Konzept der Überschreitungstage zwar für Schießlärm entwickelt wurde, eine Übertragung auf andere Anlagen mit vergleichbarem Betrieb oder z.B. auf Fluglärm bzw. Flughäfen und Landeplätze ein sehr reizvoller Gedanke sein könnte.

Literatur

[1] Hirsch, K.-W.; Vogelsang, B.: „Das kooperative Lärmmanagement, ein neues Konzept für einen fairen Ausgleich zwischen Betreiber- und Anwohnerinteressen“, Fortschritte der Akustik 2006, Braunschweig

[2] Regelungen für das Lärmmanagement auf Schießplätzen (Lärmmanagementregelung - LMR), Bundesministerium der Verteidigung, 2006, Entwurf

[3] Vogelsang, Berthold: „Auf der Suche nach dem höchsten Beurteilungspegel“ Fortschritte der Akustik DAGA 2004, Straßburg

[4] DIN 45682, Schallimmissionspläne