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Führungsgrößen des Lärmmanagements

Im Kern ist das kooperative Lärmmanagement ein Regelungsprozess, dessen Führungsgrößen zu jedem Zeitpunkt eine objektivierbare Beurteilung sowohl eines durchgeführten wie auch eines geplanten Schießbetriebs möglich machen. Bei der Auswahl und der Berechnung der Führungsgrößen wurde auf die Festlegungen der TA Schießlärm zurückgegriffen.

Für jede Emissionssituation, definiert durch die Quelle ‑ durch Angabe des Waffensystems, der Waffe und der Munition (Schusskonfiguration) ‑, durch den Quellort und die Schießrichtung, wird für jeden Immissionsort der mittlere Einzelgeräuschpegel bestimmt. Durch eine mit der Schusszahl jeder Emissionssituation gewichteten energetischen Summe der Beiträge aller Emissionssituationen wird ein äquivalenter Dauerschallpegel für die beiden Kennzeichnungszeiten ‚Tag’ und ‚Nacht’ berechnet. Dieser Dauerschallpegel (kurz Mittelungspegel) und der höchste mittlere Einzelgeräuschpegel aller Emissionssituationen in dem Immissionsort (kurz Maximalpegel), jeweils bestimmt für den Schießtag, sind die Führungsgrößen des Lärmmanagements. Der Mittelungspegel entspricht einem Expositionskriterium, der Maximalpegel einem Spitzenwertkriterium.