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Durchführung eines Schießtages

Es liegt auf der Hand, dass ein zugesicherter Schießtag tatsächlich eine abweichende Belegung und andere Schallausbreitungsbedingungen haben wird als geplant. Noch am Schießtag können Schießen aus verschiedenen Gründen gestrichen oder reduziert werden oder auch anders durchgeführt werden, solange sie mit der Schießsicherheit und dem Lärmkontingent vereinbar sind. Erst nach der Durchführung des Schießtages steht die tatsächliche Nutzung fest.

Im Hinblick auf das Lärmmanagement wurde die Dokumentation des tatsächlichen Ablaufs des Schießtages auf dem Schießplatz erweitert. Soweit dies betrieblich möglich ist, liegen am Ende des Tages alle Informationen darüber vor, von wann bis wann, wo und wohin, was wie oft geschossen wurde; die Basis für die konkrete Lärmberechnung. Auch das Tageswetter wird über standardisierte Beobachtungen erfasst.

Damit sind die Voraussetzungen für eine Tagesschlussberechnung gegeben. Das Ergebnis dieser Berechnung kann das Ergebnis der Schnellberechnung während der Planungsphase im Sinne des Lärmmanagements nicht mehr aufheben. Aber dennoch ersetzt das Ergebnis der Schlussberechnung das Ergebnis der Schnellberechnung für alle zukünftigen Prognosen. Denn das Lärmmanagement ist über das Kriterium der 18 Überschreitungstage abhängig von den Ergebnissen der Lärmberechnung der letzten 365 Tage vor dem Beurteilungstag. Die Schlussberechnung kann also aus einem Überschreitungstag doch wieder einen ‚normalen’ Schießtag machen und damit die Optionen des Betreibers erweitern. Auch das Gegenteil ist möglich; der Betreiber wird dann in Zukunft einen Überschreitungstag weniger zur Verfügung haben.

Das Modul Manager muss diese Ergebnisse im Hintergrund, aber dennoch transparent verwalten und mitführen. Daraus folgt ein erheblicher Dokumentationsaufwand und hohe Anforderungen an die Datensicherheit und den automatischen Betrieb des Programms.